Schuldenvergleich Staaten - sehr unterschiedlich hoch verschuldet

Betrachtet man die Statistik der Staatsverschuldung in Europa und der Welt, so fällt auch bei oberflächlicher Betrachtung unmittelbar und direkt auf, dass bei einem Schuldenvergleich Staaten sehr unterschiedliche Schuldenhöhen aufweisen. Gerade in den aktuellen Diskussionen wird Griechenland und seine Staatsverschuldung intensiv thematisiert, und tatsächlich ist auffällig, dass Griechenland mit über 270 Milliarden Euro buchstäblich in den Miesen ist. Doch vergleicht man diesen Wert mit etwa den Schulden von Deutschland, dann relativiert sich das Ergebnis. Scheinbar.

Die Quote entscheidet

Denn man darf nicht den Fehler machen und nur die absolute Schuldenhöhe zu betrachten, hier läge im Vergleich Deutschland mit über 1.700 Milliarden Euro absolut auf einem sehr kritischen Platz. Entscheidend ist der Vergleich mit etwa der Anzahl der Einwohner, die im Schuldenvergleich Staaten durch ihr Einkommen und ihre Arbeitsleistung finanziell wieder unterstützen und stärken. Hier ist die Malesse deutlich erkennbar, Griechenlands so genannte Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei über 24.000 Euro pro Einwohner, im Vergleich hierzu wieder Deutschland, wo jeder Einwohner über 21.000 Euro Staatsschulden angehäuft hat.

Einkommen entscheidet mit

Bei der Bewertung der finanziellen Lage sind bei einem Schuldenvergleich Staaten besser zu bewerten, die eine hohe Wirtschaftskraft haben, deren Schulden also auch möglichst hohe Erträge gegenüberstehen. Hier wird der Unterschied erst richtig deutlich, denn Griechenland hat eine Schuldenquote im Vergleich zum BIP, zum Bruttoinlandsprodukt, von 115%, Deutschland liegt hier bei nur 73%. Konkret und vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass in Deutschland noch ein überschuss erwirtschaftet wird, der investiert werden kann, während die Griechen ihre Schulden schon nicht mehr tilgen können.


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