Der Ablauf einer Räumungsklage (2015)

Wer Schulden hat, bei dem können sich auch schnell Mietschulden anhäufen. Hier drohen fristlose Kündigung und Zwangsräumung. Wie ist der Ablauf bei einer Räumungsklage? Nun, zu erst einmal muss eine fristlose Kündigung wegen Mietnichtzahlung ergehen. Dieser kann der Mieter durch Zahlung oder Teilzahlungsangebot entgegenwirken. Kommt er seinen Verpflichtungen weiter nicht nach oder ergeht aus selbem Grunde innerhalb von 2 Jahren erneut eine Kündigung, so hat der Mieter schlechte Karten und muss ausziehen.

Tut er das nicht, so wird der Vermieter beim Amtsgericht eine Räumungsklage anstrengen. Wird dieser mit einem Räumungsurteil stattgegeben, so ist darin auch eine Frist enthalten, bis wann die Wohnung geräumt und übergeben sein muss. Erfolgt bis zum festgesetzten Termin keine Übergabe, so kann der Vermieter die Zwangsräumung beantragen. Hierbei teilt der Gerichtsvollzieher einen Termin mit, zu dem er die Wohnung an den Vermieter gibt. Zum genannten Termin werden dann Gerichtsvollzieher, Möbelpacker, Vermieter und Schlosser vor der Wohnung stehen. Öffnet der Mieter nicht, so wird die Wohnung aufgebrochen. Das Räumungsurteil gibt dem Gerichtsvollzieher das Recht dazu. Zu allererst wird das Schloss ausgetauscht und dem Vermieter formell der Schlüssel und damit die Wohnung übergeben. Befinden sich noch Gegenstände in der Wohnung, so werden diese ausgeräumt. Sollten sich pfändbare Dinge in der Wohnung befinden, so wird der Gerichtsvollzieher diese sicherstellen, um die aufgelaufenen Kosten zu decken.


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